München. Kein Land in Sicht - auch im Mai ging der Abwärtstrend bei den Pkw-Zulassungen weiter. Minus 11,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat lautete die Bilanz. "Der Juni wird auch nicht besser", stöhnt der Produktmanager eines Importeurs. Besonders die Importeure, die stark von den Privatkäufen abhängig sind, drehen daher unablässig an der Rabattschraube. Laut einer Studie von B&D Forecast gewährte Citroën für den C3 mit 32,4 Prozent den höchsten Nachlass. "Das durchschnittliche Rabatt-Niveau lag im Mai bei 17,5 Prozent", sagt B&D Forecast-Chef Ferdinand Dudenhöffer. Die dabei angewendeten Praktiken sind nicht neu, schwanken aber zwischen subtil und plump. In die letztere Kategorie gehört eindeutig die Senkung von Grundpreisen, wie es Peugeot oder Fiat vormachen.
Die Italiener bieten den Grand Punto einfach 3000 Euro billiger an als bisher. Schon ab 8490 Euro gibt es den Kompaktwagen, der erst seit gut eineinhalb Jahren auf dem Markt ist. Der Fiat Panda wird 2000 Euro günstiger als bisher offeriert. Peugeot senkte den Basispreis des 107 um 1560 Euro. Suzuki steigt dagegen durch die Hintertür ins Rabatt-Geschäft ein. Für die Modelle der Japaner gibt es im ersten Jahr einen Rundum-Versicherungsschutz - vor allem für junge Fahrer interessant. "Kauft ein Fahranfänger beispielsweise einen Swift Sport, schlagen Haftpflicht und Vollkasko mit knapp 4000 Euro zu Buche", erklärt Francesco Sini, zuständig für Verkaufsförderungsmaßnahmen bei Suzuki International Europe.