München. Europas große Handelsgruppen bauen ihre Netzwerke rasant aus. Die Top Drei in Europa nach Umsatz - Porsche Holding, Pendragon und Inchcape - steigern auch durch den Erwerb neuer Autohäuser ihren Neuwagen-Absatz. Im vergangenen Jahr konnte die Porsche Holding, Salzburg, ihre Position als größte Handelsgruppe behaupten, errechnete das Pariser Marktforschungsunternehmen Autobiz. Dahinter belegte das britische Unternehmen Pendragon den zweiten Platz und verdrängte damit Inchcape auf Rang drei.
Das erste deutsche Unternehmen, die AVAG, kommt in der Liste der 25 größten europäischen Autohändler erst auf Platz 19 - ein Zeichen dafür, wie fragmentiert der deutsche Automarkt noch ist. Doch auch nicht europäische Handelsmarken wie die US-amerikanische Penske Automotive Group (vorher United Auto Group) oder Sumitomo und Marubeni aus Japan drängen auf den Kontinent, um vor allem im Premiumsegment zu expandieren. "Amerikanische und japanische Handelshäuser können hier weitaus höhere Gewinnmargen erzielen als auf ihren Heimatmärkten", erklärt Emmanuel Labi, Leiter der Marktforschung von Autobiz. Im vergangenen Jahr wuchs Marubeni durch Zukauf zu einem der größten britischen Toyota- und Lexus-Händler.