München. Aston Martin hat das für Luxusmarken extrem schwierige Jahr 2009 ohne Verlust überstanden: "Wir haben noch mit einem Gewinn abgeschlossen“, sagte Aston Martin-Chef Ulrich Bez der Automobilwoche, ohne jedoch Details zu nennen. Damit hat sich Aston Martin besser geschlagen als viele Konkurrenten in dem hart umkämpften Markt für Hochleistungssportwagen. Mit Unterstützung durch neue Modelle wie dem Kleinwagen Cygnet, der Ende des Jahres in den Handel kommen soll, und dem attraktiv gestylten Rapide will die Marke künftig wieder deutlich zulegen: "2009 haben wir 4000 Autos verkauft, 2010 wollen wir 5500 bis 6000 absetzen.
Vor allem der Rapide läuft gut an“, so Bez. Mehr als die Hälfte der Jahresproduktion von 2000 Autos sei schon verkauft. Der Preis des bei Magna Steyr in Österreich gebauten Viertürers liegt bei mindestens 180.000 Euro. Im Jahr 2008 hatte die Marke, die sich unter anderem bei Londoner Investmentbankern großer Beliebtheit erfreute, noch 5800 Autos verkauft. Bez: "Wir können beim Markt für Luxusautos noch nicht von einer großen Erholung sprechen. Ich glaube aber, die Situation wird insgesamt nicht schlechter werden als 2009.“
Vom Cygnet, einem stark aufgewerteten Toyota iQ mit handgenähter Lederausstattung, will Aston Martin nicht mehr als 4000 Autos pro Jahr zum Preis von "mindestens 30.000 Euro“ (Bez) verkaufen. Wegen des hohen Preises und weil der Cygnet zunächst Fahrern eines großen Aston Martin vorbehalten ist, sieht Bez die Gefahr einer Verwässerung der Marke als gering. "Viele unserer Kunden haben Bedarf an solch einem Stadtauto“, so Bez. Für sie sei der exklusive Cygnet die "natürliche Wahl“.