Wolfsburg. Vor dem Hintergrund des schleppenden Neuwagengeschäfts in Deutschland sieht sich die Volkswagen AG zu einem kostspieligen Ausbau der Handelsförderung veranlasst. Für das zweite Quartal hat VW eine "Grosse Loyalitätsaktion" kreiert, die insbesondere dem Absatz der Golf-Limousine zu neuem Schwung verhelfen soll. Die Neuzulassungen der Golf-Reihe waren im Januar/ Februar 2005 hier zu Lande im Vergleich zum Vorjahr um 5,2 Prozent zurückgegangen.
"Der Fahrzeugbestand wird immer älter", heisst es dazu in einer internen Analyse des VW-Ressorts Absatzplanung und -förderung, "die Kunden schieben den Neuwagenkauf aus verschiedenen Gründen auf immer spätere Perioden." Daher habe sich VW zu der Loyalitätsaktion entschlossen, die sich an alle Stammkunden richtet.
So können VW-Händler beim Verkauf eines neuen Golf (ausser GTI) für die "Inzahlungnahme eines VW-Pkw, der älter als 48 Monate ist, eine Prämie von 2.000 Euro" an den Kunden weitergeben. Beim Hochdachauto Golf Plus gibt es einen entsprechenden Zuschuss in Höhe von 1.000 Euro, für den Minivan Touran eine "Loyalitätsprämie" von 500 Euro.
"Die Teilnahme an dieser mit grossem finanziellen Einsatz der Volkswagen AG konzipierten Aktion", heisst es in einem Schreiben des VW-Vertriebs, das Automobilwoche vorliegt, "haben wir allerdings an die Bedingung geknüpft, dass Sie -- gestaffelt nach Händlergrösse -- bis zum 30.4.2005 zwischen ein bis vier Golf A5 aus dem Werkpool abrufen müssen."
Auf Anfrage dieser Zeitung nannte Martin Stangenberg, VW-Verkaufsleiter Deutschland, auch die "nicht gerade konjunkturfreundliche Zeit" als Begründung für die Förderung. VW wolle damit das "langjährige Vertrauen seiner loyalen Kunden honorieren".