Wolfsburg. Volkswagen verschiebt den Start des 300 PS starken Passat-Topmodells R 36. Der bereits Ende 2006 auf der Essen Motorshow vorgestellte Allradler sollte - als betont dynamische Limousine und in der ebenfalls bis zu 250 km/h schnellen Kombi-Version Variant - ursprünglich im Sommer dieses Jahres zu den Kunden gelangen. Nun wird sich die Markteinführung des vom "Werkstuner" VW Individual konzipierten Passat R 36 bis November 2007 verzögern, bestätigte ein VW-Sprecher auf Anfrage dieser Zeitung.
Informationen, nach denen VW den Power-Passat mit Blick auf die im Zeichen der Ökologie stehende IAA im September bewusst zurückhält, wies der Sprecher als "Fehlspekulation" zurück. Tatsächlich sei die Verzögerung allein mit "technischen Gründen" zu erklären. So hätten die VW-Ingenieure sehr spät in der Entwicklung noch den Überstand der Endschalldämpfer reduzieren müssen, was eine Modifikation der gesamten R 36-Abgasanlage bedingt. Weitere Feinschliff-Maßnahmen sollen "sicherstellen, dass der Top-Passat die versprochenen Leistungen liefert".
Mit einem Wert von lediglich 5,6 Sekunden (Variant: 5,8) für die Beschleunigung von Null auf Tempo Hundert etwa soll der serienmäßig mit Doppelkupplungsgetriebe ausgerüstete Passat R 36 zum spurtstärksten Serienfahrzeug der Marke Volkswagen werden.
Allen Gerüchten über die Vorbereitung eines weiteren Modells mit dem prestigeträchtigen Kürzel R 36 auf Basis des aktuellen Golf trat der Sprecher ausdrücklich entgegen: "Den Golf V wird es nicht als R 36 geben, denn mit dem aktuellen Golf R 32 sind wir bereits perfekt aufgestellt." Die mit 250 PS besonders sportive Version des kompakten Volumenmodells hatte VW im Herbst 2005 auf den Markt gebracht. Die sechste Golf-Generation wird VW 2008 vorstellen. Auch Hybridantriebe sind für den Bestseller fest vorgesehen.