Ludwigsburg. Das Lager war 2008 mit 40.000 Quadratmetern Fläche in Betrieb gegangen. 2008 wurden aus dem Lager weniger als eine halbe Million Sendungen verschickt, 2014 waren es 3,7 Millionen. Gestiegen ist der Flächenbedarf auch „durch die Integration der Logistik für Prototypen- und Entwicklungsteile. Dabei werden die Entwicklungswerkstätten und Prüfstände mit Prototypenbauteilen versorgt sowie die Pilotbänder der Fabriken mit Material beliefert“, erläutert Marc Lösken, Geschäftsführer bei Porsche Logistik. Im Zuge der Erweiterung wanderten Wareneingang und Teileverpackung in den Neubau, während im bisherigen Wareneingang Wachstumsmöglichkeiten für den Warenausgang geschaffen wurden. „Diese sind auch zwingend notwendig, da sich beispielsweise die Belieferung des Markts China mit Seefrachtcontainern in den letzten drei Jahren verdoppelt hat“, berichtet Lösken. Geschäftsführer Wels nennt den Ausbau selbstbewusst die „konsequente Weiterentwicklung unserer Best-in-Class-Logistik“. Die Teileverfügbarkeit gibt Porsche mit über 99,9 Prozent an, der Anteil der Reklamationen liege unter 0,2 Prozent. Für Effizienz sorgt auch das Porsche-Schleppzugkonzept, das die Lagerbereiche, ähnlich einem S-Bahn-Netzwerk, über etwa 50 „Bahnhöfe“ – die Namen deutscher Städte tragen – verbindet. Damit habe man die Zahl der Staplerfahrten massiv reduziert.
Zentrales Ersatzteillager
Porsche schafft Platz
Das Wachstum bei Porsche erfordert auch eine erweiterte Logistik. Der Zuffenhausener Hersteller hat daher nun sein zentrales Ersatzteillager nahe Sachsenheim im Kreis Ludwigsburg um 50 Prozent auf 170.000 Quadratmeter vergrößert. Bei weiterem Absatzwachstum werde diese dritte Ausbaustufe „nicht die letzte sein“, sagte Jürgen Wels, einer der beiden Geschäftsführer der Porsche Logistik GmbH, der Automobilwoche.