Leipzig. Bei Porsche laufen die Vorbereitungen für das 2009 startende Coupé Panamera auf Hochtouren. "Die Entwicklung der vierten Baureihe und der Ausbau unseres Standorts in Leipzig liegen voll im Zeitplan", sagte der Produktionsvorstand des Sportwagen-herstellers, Michael Macht. Im Gespräch mit Automobilwoche am Ran-de des Richtfests der sogenannten Panamera-Halle erläuterte Macht erstmals Details zur Erweiterung des Maschinen- und Anlagenparks in der ostdeutschen Fabrik.
So wird Porsche neben dem seit 2002 existierenden Endmontageband der SUV-Reihe Cayenne in Leipzig eine zweite Fertigungslinie einrichten, auf der das viersitzige Coupé Panamera und der schwere Geländewagen im Modellmix komplettiert werden, um flexibel auf Nachfrageschwankungen reagieren zu können. Während die eigene Fertigungstiefe beim Cayenne nur rund zehn Prozent beträgt - die lackierten, teilausgestatteten Karosserien steuert VW aus Bratislava zu --, strebt Porsche beim Panamera, dessen Rohbau VW Nutzfahrzeuge in Hannover übernimmt, eine Steigerung auf 15 Prozent an: "Alle Innenarbeiten" (Macht), wie das Einpassen von Sitzen, Cockpit und Türverkleidungen, sollen im Falle des neuen Gran Turismo die Leipziger Montageteams erledigen.
Die ersten Prototypen des Viertürers Panamera aus dem vergrößerten Werk in Ostdeutschland sind laut Macht für das Frühjahr 2008 geplant. Das Gros der Fahrzeuge aus der Produktionsvorserie sowie Nullserienautos werden für interne Schulungßwecke im Entwicklungßentrum Weissach sowie vom Porsche-Vertrieb in Ludwigsburg benötigt. Der eigentliche "Start of Production" (SOP) ist für April 2009 zu erwarten - die ab diesem Zeitpunkt entstehenden Serienfahrzeuge dienen zunächst zur Bevorratung der Händler.