München. Abgesehen von den vier Rädern hat der EO Smart mit einem normalen Pkw kaum etwas gemein. Aber nach Überzeugung der Forscher vom Deutschen Zentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), die das Fahrzeug entwickelt haben, hat er das Zeug, Wege zu einer nachhaltigen Mobilität aufzuzeigen. Zum einen verfügt das Fahrzeug über eine hohe Rechenkapazität, viele Sensoren und die Möglichkeit zur Kommunikation mit anderen Fahrzeugen und der Infrastruktur, wodurch das autonome Fahren möglich werden soll. Zum anderen kann es seine Form verändern: Wenn Hinter- und Vorderachse zusammengeschoben werden, verkürzt sich das Fahrzeug um einen halben auf knapp zwei Meter. Der Radstand schrumpft von 2,25 auf 1,48 Meter. Gleichzeitig wächst der EO Smart in der Höhe von 1,60 auf 2,10 Meter.
Damit gewinnt das Fahrzeug erheblich an Flexibilität, etwa beim Parken. Die wird noch dadurch vergrößert, dass jedes Rad von einem eigenen Radnabenmotor angetrieben wird und sich um 90 Grad drehen lässt. So kann das Fahrzeug seitwärts einparken, auf der Stelle wenden oder auch diagonal fahren. In seiner verkürzten Version kann sich das Fahrzeug mit seinesgleichen mechanisch zu sogenannten Road Trains verbinden. Die zusammengezogene Form lässt die Autokette kürzer und wendiger werden. Fest aneinandergekoppelt verhalten sich die Mitglieder dieser Kette wie ein einziges Fahrzeug, in dem alle Steuersignale vom Frontfahrzeug zu den angekoppelten Einheiten übertragen werden, erläutert Thomas Vögele, Senior Scientist am DFKI Robotics Innovation Center.So könnten die gekoppelten Fahrzeuge halbautonom – mit menschlichem Lenker im Frontfahrzeug – oder fahrerlos fahren, wenn die Fronteinheit autonom steuert. Durch den Zusammenschluss zum Road Train, was den Luftwiderstand senkt, und durch intelligente Routenführung rechnen die DFKI-Forscher mit „signifikanten“ Energieeinsparungen und Reichweitensteigerungen. Die Erhöhung der Reichweite besitzt für den EO Smart besondere Bedeutung, weil er Teil des Projekts „Neue Mobilität im ländlichen Raum“ ist, wo die zu überwindenden Distanzen größer sind. So schwebt den Forschern als praktische Anwendung der Road Trains vor, dass sich viele Pendler auf dem Weg zur Arbeit zusammenschließen. So bliebe jeder in seinem Auto, wäre aber dennoch Teil einer Fahrgemeinschaft.Pkw koppeln sich zu Fahrgemeinschaften
Abgesehen von den vier Rädern hat der EO Smart mit einem normalen Pkw kaum etwas gemein. Aber nach Überzeugung der Forscher vom Deutschen Zentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), die das Fahrzeug entwickelt haben, hat er das Zeug, Wege zu einer nachhaltigen Mobilität aufzuzeigen.