München. Mit dem Personalverleih wollen die großen Entwicklungsdienstleister nicht mehr viel zu tun haben. Auf Anfrage der Automobilwoche hieß es: Wir machen damit kein Geschäft (IAV), nur in sehr geringem Umfang (Bertrandt) oder nur zu einem geringen Teil (FEV). In erster Linie arbeite man auf der Basis von Werkverträgen mit den Kunden zusammen. Derzeit trägt die Arbeitnehmerüberlassung nur weniger als 20 Prozent zum Umsatz der Entwicklungsdienstleister bei. Tendenz stark fallend: 2017 sollen es nur noch rund 13 Prozentsein.
Entwicklungsdienstleister
Personalverleih wird zum Auslaufmodell
Die Überlassung von Arbeitnehmern wird für die großen Entwicklungsdienstleister in den kommenden Jahren deutlich unattraktiver - vor allem aus einem Grund.
Studie prognostiziert Rückgang
Eine Studie des Verbands der Automobilindustrie (VDA) und der Unternehmensberatung Berylls Strategy Advisors aus dem Jahr 2015 prognostiziert diesem Bereich einen massiven Jobbbau.Arbeitnehmerüberlassung werde unattraktiv, die vorgesehene Verkürzung der Überlassungshöchstdauer auf 18 Monate lasse die bisherige Praxis zum Auslaufmodell werden, da sie nicht mehr zu den automobilen Entwicklungszyklen von bis zu vier Jahren passe. Die Studie geht davon aus, dass daher bis zum Jahr 2017 rund 5500 solcher Beschäftigungsverhältnisse abgebaut werden.