München. Der japanische Technikzulieferer Panasonic strukturiert sein Europa-Geschäft um und besetzt mehrere Positionen neu. Wie die Automobilwoche erfuhr, wird Johannes Spatz zum 1. August Leiter des Industriebereichs, Yoshitaka Teraoka verantwortet künftig den Automobilbereich mit den Sparten Infotainment und Hersteller-Geschäft.
Aufgrund dieser Umstellung verlässt der bisherige Europa-Chef Wilhelm Steger, der den Automobil- und Industriebereich verantwortete, Panasonic Ende Juli. Steger war im Januar 2014 vom US-Zulieferer Delphi zu Panasonic gekommen und hatte das Unternehmen darin unterstützt, in Europa als Zulieferer Fuß zu fassen.
„Automobil- und Industriesektor sind zwei wachsende Märkte in Europa, die für Panasonic sehr wichtig sind. Spatz und Teraoka sollen gemeinsam mit Masahisa Shibata, der aus Japan das Europa-Geschäft verantwortet, Panasonics Strategien forcieren“, so eine Sprecherin.
Panasonic ist nach eigenen Angaben weltweit führender Anbieter von Infotainment-Diensten. Das Unternehmen macht jedoch rund die Hälfte seines Umsatzes, knapp 30 Milliarden Euro, allein in Japan. Nur 25 Prozent entfallen auf Europa und Nordamerika. „Hier gibt es noch Luft nach oben“, heißt es vom Unternehmen. Panasonic befindet sich weiter im Wandlungsprozess vom endkundenorientierten Konzern zum Anbieter für Unternehmen. Gerade im europäischen Markt trifft Panasonic dabei auf eine starke Konkurrenz.