Rüsselsheim. Opel will künftig verstärkt im Volkswagen-Revier wildern. „Wir haben festgestellt, dass die stärksten Kundenbewegungen zwischen VW und Opel stattfinden – in beide Richtungen“, erklärt Uwe Teske, Marketing-Manager bei Opel. Erst in zweiter Linie spielen Marken wie Ford und Toyota eine Rolle. Der Vectra- Nachfolger Insignia muss also vor allem VW Passat-Kunden ins Opel-Lager locken. Dieses Ziel will Thomas Owsianski, Opel-Vertriebschef, über ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis sowie über niedrige Leasing- und Finanzierungsraten erreichen. „Insgesamt peilen wir eine Eroberungskarte von rund 30 Prozent an“, sagte Owsianski gegenüber der Automobilwoche.
Das Hauptaugenmerk gilt aber bisherigen Opel-Kunden. „Nächstes Jahr stehen rund 300.000 Vectra-und Omega-Kunden vor einer Kaufentscheidung“, weiß Owsianski. Mit der Einführung des aktuellen Vectra hoffte Opel 2002, auch Omega-Fahrer zum Umsteigen bewegen zu können. Der Omega wurde 2004 Ersatzlos gestrichen. Viele Kunden wanderten daraufhin zu anderen Marken ab. Opel will seine Stammkundschaft nicht verprellen, daher soll der Insignia „nicht in Richtung Premium positioniert werden“, beteuert der Vertriebschef – auch wenn intern dieses Attribut in Bezug auf das neue Mittelklassemodell oft verwendet wird. Owsianski peilt rund 35.000 Insignia-Verkäufe pro Jahr an, wenn ab 2009 alle Varianten am Markt sind.