München. "Das Internet als Marketing- und Vertriebskanal nimmt auch im Autohaus eine zentrale Stellung ein und wird in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen", sagt Christian Koeper, Geschäftsführer des Berliner Dienstleisters Magari Internet. Die Rolle dieses Mediums werde im Autohandel noch immer unterschätzt.
"Die Komplexität der Nutzung steigt jedoch ebenfalls erheblich an", gibt der Manager des auf den Sektor Automotive spezialisierten Unternehmens zu bedenken. Die wichtigste Herausforderung für Autohändler bestehe daher in der "Umsetzung einer Multi-Channel-Strategie", die beim Auftritt im Netz auch häufig vernachlässigte Themenbereiche wie die Vermarktung von Kfz-Teilen und Zubehör sowie Reparatur- und Wartungsarbeiten mit einbezieht.
Handelsbetriebe sollten "fachkundige Experten für die Entwicklung und Umsetzung ihrer Online-Strategie zurate ziehen", so Koeper. Am besten würden "die Internet-Aktivitäten eines Autohauses gleich in einer zentralen Funktion gebündelt, die zukünftig die Koordination übernimmt".
An dieser Stelle setzen spezielle Schulungskonzepte an, wie sie etwa die Münchner Marketingberatung Bräuer neuerdings offeriert. "Veraltete Modellinformationen, düstere Bilder oder zu wenige weiterführende Links - mit ihrem dürftigen Auftritt im Internet vergibt das Gros der Autohändler lukrative Geschäftschancen", moniert Inhaber Jascha Bräuer. Mit seinem zweistufigen Beratungsmodul "Internetverantwortlicher im Autohaus" will der Consultant, der früher selbst im Fahrzeugverkauf tätig war, Abhilfe schaffen.
Der erste Teil der Schulung trägt den Titel "Basic" und beinhaltet die Auseinandersetzung mit grundlegenden Fachbegriffen wie "Content Management System" und "Cost per Click". Für die Vermittlung des Lernstoffs im persönlichen Dialog setzt Bräuer einen Beratungstag an - und Kosten von 1400 Euro exklusive Spesen.