Bonn. Das zweite Quartal ist für das deutsche Kfz-Gewerbe gut gelaufen. Neuzulassungen und Besitzumschreibungen lagen 4,2 beziehungsweise 6,6 Prozent höher als im Vorjahresquartal. Entsprechend zufrieden ist die Branche mit den vergangenen drei Monaten, wie der Geschäftsklimaindex des ZDK zeigt. Er stieg um 14,3 auf 115,9 Punkte und erreichte den höchsten Wert seit vier Jahren.
Werkstattgeschäft treibt
Die ausgesprochen positive Bewertung geht vor allem auf ein starkes Werkstattgeschäft zurück. Hier sagten 55,4 Prozent der befragten Betriebe, die Auslastung sei gut. Nur 4,8 Prozent sind schlecht ausgelastet. Auch im Gebrauchtwagengeschäft haben die Betriebe mit guter oder zumindest saisonüblicher Auslastung klar die Oberhand. Damit haben sich die Erwartungen der deutschen Autohändler durchaus erfüllt. Im Auftaktquartal waren die Unternehmer für das zweite Quartal so optimistisch gewesen wie lange nicht mehr.
Gutes Niveau halten
Die Aussichten für das gerade begonnene dritte Quartal sehen auf den ersten Blick schwächer aus. Dieser Index sank um 15,9 Punkte auf 102,1. In allen Kategorien halten sich Optimisten und Pessimisten weitgehend die Waage. Insgesamt aber dominieren diejenigen, die von einem unveränderten beziehungsweise saisonüblichen Verlauf ausgehen. Bedenkt man die Fragestellung, ist dies gar nicht negativ. Schließlich geht es um die Veränderung zum zweiten Quartal, das sehr positiv bewertet wurde. Dieses Niveau zu halten wäre durchaus erfreulich. Auch der ZDK ist vorsichtig optimistisch. So hat er inzwischen seine Prognose für das Neuwagengeschäft von bisher 2,95 Millionen auf jetzt über drei Millionen Fahrzeuge angehoben. Bei Gebrauchten und Service rechnet der Verband mit zumindest gleichbleibenden Ergebnissen.