Wolfsburg. Die in Bratislava gebauten Up besitzen noch das Fünfganggetriebe vom Typ MQ-100. Derzeit laufen im argentinischen Werk Córdoba täglich 5000 Getriebe vom Typ MQ-200 und MQ‑250 von den Bändern. Ein Teil davon wird nach Europa exportiert, unter anderem zu Seat und Škoda. Erst 2012 erweiterte VW die Kapazität in Córdoba durch den Bau einer neuen Produktionshalle. Die Investition belief sich auf 155 Millionen Euro. Córdoba ist das größte VW-Getriebewerk außerhalb Deutschlands. „Wir erreichen hier alle Qualitätsstandards, liegen mit unserer hochmodernen Fertigung auf europäischem Niveau“, sagt Emilio Saenz, Präsident von Volkswagen Argentina. In der Weiterentwicklung befindet sich auch das MQ-200. Ab 2014 soll es sechs statt der derzeit fünf Gänge erhalten und ausschließlich mit dem 1,6-Liter-Vierzylinder- Benziner zum Einsatz kommen, zunächst im Fox, dann in den Modellen Gol und Voyage. Manuelle Schaltgetriebe haben in Südamerika einen Anteil von deutlich über 90 Prozent. VW-Manager Saenz: „Wir bauen in Córdoba lediglich eine automatisierte Version des MQ-250.“ Volkswagen hat in Argentinien einen Marktanteil von 25 Prozent, unterhält aber lediglich ein Produktionswerk in Pacheco bei Buenos Aires. Hier rollen in geringen Stückzahlen der Kleinwagen Suran (170/Tag) sowie der Pick-up Amarok (350/Tag) von den Bändern. Bestverkauftes Modell in Argentinien ist – wie in ganz Südamerika – der Gol.
Neues VW Up-Getriebe kommt aus Argentinien
Das Getriebewerk von Volkswagen im argentinischen Córdoba wird ab September mit der Produktion eines neuen Getriebes beginnen. Das intern "MQ- 200 Mod“ (Modificacion) genannte Fünfganggetriebe ist zunächst für den VW Up bestimmt. Der Kleinwagen wird ab Ende 2013 auch im VW-Werk Taubaté in Brasilien gebaut. Mit dem Auto sollen von hier aus hauptsächlich die lateinamerikanischen Länder bedient werden. Doch auch in Mexiko will der Konzern die Fahrzeuge verkaufen.