Lissabon. Die dritte Generation des bislang rund 700.000-mal verkauften Mittelklassemodells werde im nächsten Frühjahr zunächst als Limousine enthüllt und müsse sich vor keinem Opel oder Ford mehr verstecken, so Vahland weiter. Dafür nutze Škoda zwar die Vorzüge des Modularen Querbaukastens (MQB) und biete deshalb ähnliche Technologien wie etwa der neue VW Passat, baue aber diesmal ein komplett eigenständiges Auto. „Der erste Superb war ein Passat mit neuer Front“, räumt Vahland ein, „und der zweite ein verlängerter Octavia.“ Aber diesmal soll es in Marke und Konzern keine Verwechslungsgefahr mehr geben, verspricht der Firmenchef. Dabei setzt Škoda auch auf eine neue Designsprache, die sich stark an der Studie „Vision C“ vom Genfer Salon 2014 orientieren werde. Was den nächsten Superb noch auszeichnen soll, sind das weiter verbesserte Platzangebot. So werde das Auto zwar nicht mehr länger, gehe aber noch einmal in die Breite und biete deshalb innen vier Zentimeter mehr Schulterfreiheit, kündigte Vahland an. Außerdem wollen die Tschechen bei Infotainment, Materialauswahl und Verarbeitungsgüte sowie der Fahrdynamik nachlegen und damit die Benchmark im Wettbewerbsumfeld setzen.
Skoda
Neuer Superb soll Benchmark der Mittelklasse sein
Škoda will mit dem nächsten Superb den Aufstieg der Marke zementieren: „Unser neues Flaggschiff soll zeigen, dass die einstige Billigmarke aus dem Osten als etablierter Volumenhersteller angekommen ist“, sagte Firmenchef Winfried Vahland der Automobilwoche. Da passt es ganz gut, dass die VW-Tochter wohl pünktlich zur Premiere des neuen Top-Modells erstmals die Marke von einer Million bei den jährlichen Zulassungen knacken wird, deutete Vahland an: „Dabei haben wir mal mit 172.000 Einheiten begonnen, als Škoda von VW übernommen wurde.“