München. Autohersteller vermarkten Zubehör aus dem IT-Bereich vor allem als Erstausstattung, die Nachrüstung von Original-Navigationssystemen oder Original-Multimediageräten dagegen spielt in den Autohäusern und Werkstätten kaum eine Rolle: "Die OEMs versuchen, alles in den Neuwagenverkauf zu integrieren“, sagt Eckhard Brandenburg von der Kölner Unternehmensberatung BBE Retail. "So gut wie nichts wird original nachgerüstet.“ Ein Original-Navigationsgerät etwa werde höchstens dann nachträglich eingebaut, wenn das integrierte Gerät defekt ist, denn "die Reparatur oder ein Software-Update ist meist viel zu teuer“, weiß Brandenburg.
Auch Aftersales-Experte Helmut Wolk hat diese Erfahrung gemacht. "Hersteller verkaufen IT-Zubehör am liebsten als Neuwagenausstattung.“ So hat zum Beispiel BMW den Verkäufer-Arbeitsplatz "Sales Assistant 3“ bis dato in sieben europäischen Märkten – allerdings noch nicht in Deutschland – um BMW-Originalzubehör im Neuwagen-Konfigurator erweitert. Wenn Originalzubehör nachträglich eingebaut werden soll, wird es für den Kunden allerdings oft schwierig und teuer. Darum holen sich viele ihr mobiles Navi oder ihr Smartphone im Elektronik-oder Autoteilefachhandel, weiß Experte Wolk.