Hamburg. Auf den Tag, an dem es endlich still wird auf den Straßen, freut sich Franziska von Lewinski. Warum? „Elektromobilität stellt die Faszination Auto komplett auf den Kopf“, glaubt sie. Dann steht nicht mehr der Sound im Vordergrund, sondern die Reichweite der Batterie – oder was das Auto zusätzlich ausmacht. Neue Geschäftsmodelle zum Beispiel. „Und das Gefühl, ohne Motorlärm über eine Straße zu gehen, ist großartig“, sagt die Mutter von zwei Töchtern, die sechs und ein Jahr alt sind.
Von Lewinski gehört zu den Karrierefrauen, die zu ihrem Mutter-Sein stehen. Im September 2014 wechselte die Marketingexpertin nach 13 Jahren bei der Werbeagentur Interone zu Fischer-Appelt und wurde Digitalvorstand – parallel zu ihrer zweiten Schwangerschaft. Lange Gesichter bei den neuen Vorstandskollegen gab es aber nicht, weil von Lewinski schon vor der Unterzeichnung ihres Vorstandsvertrags Transparenz geschaffen und die klare Botschaft gesendet hat, nach drei Monaten Babypause wieder am Schreibtisch zu sitzen.