Stuttgart. Auf der Straße ist Elke Lücke gut zu erkennen. Die oberste Personalentwicklerin von Porsche fährt einen roten Cayenne GTS und lässt es durchaus mal krachen. "Autofahren macht mir Spaß", sagt die 55-Jährige, die Ende 2012 vom Volkswagen-Konzern nach Stuttgart kam. Doch die Mutter einer 16-jährigen Tochter kümmert sich weniger um die Autos und die Technik als um die Beschäftigten. "Am Anfang fiel mir auf, dass wir sehr viel Werbung für Fahrzeuge machen, aber Menschen dabei kaum eine Rolle spielen."
Die Erhöhung der Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber ist daher eines der zentralen Anliegen von Elke Lücke. Dazu gehören Themen wie flexible Arbeitszeitmodelle, aber auch die Chancengleichheit. "Man muss Frauen noch mehr Mut machen als Männern", ist die studierte Betriebswirtin überzeugt. Sie sagt aber auch, dass sie sich selbst in ihrerKarriere über Geschlechterrollen kaum Gedanken gemacht habe. "Ich habe immer versucht, durch Leistung zu überzeugen." Das hat offenbar geklappt.
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