Leipzig. Das Gros der zugelieferten Teile wird heute just in time in die Produktion neuer Autos eingespeist. Voraussetzung dafür ist eine enge Vernetzung von Herstellern und Zulieferern – wie in Sachsen. Das traditionsreiche Autoland ist inzwischen wieder Standort von mehr als 500 Zulieferern, die an die hier produzierenden OEMs wie Porsche, VW und BMW Teile liefern. „Die Automobilindustrie ist heute das wichtigste industrielle Standbein des Landes Sachsen“, erklärt Falk Becher von der Wirtschaftsförderung Sachsen in Dresden. Dann rattert er die Kennzahlen der Branche herunter: mehr als 70.000 Beschäftigte, mehr als 20 Prozent des sächsischen Industrieumsatzes und eine um 18 Prozent höhere Produktivität der hiesigen im Vergleich zur gesamtdeutschen Autoindustrie.
Falk: „In Sachsen stehen die modernsten Autofabriken Europas.“ Die gegenwärtige Krise wollen auch die in Sachsen beheimateten Unternehmen als Chance nutzen, sich intensiv auf die Zukunft einzustellen. Die Wirtschaftsförderung setzt nun vor allem auf „nachhaltige Mobilität“, sagt Falk. Gearbeitet werde an einer Wertschöpfungskette für Elektrofahrzeuge und -antriebe sowie am Aufbau einer Leichtbau-Kompetenz. Firmen mit entsprechenden Produktportfolios werden im Falle einer Ansiedlung in Sachsen unterstützt, und auch das wissenschaftliche Umfeld in diesen Bereichen werde gezielt gefördert.
Dazu passt, dass der Freistaat Sachsen mit den Großräumen Leipzig und Dresden eine von acht Modellregionen des Bundesprogramms „Elektromobilität“ ist. Speziell in diesen Regionen sollen Elektrofahrzeuge getestet und der Markt vorbereitet werden. Eine erste Vereinbarung dazu wurde bereits mit Mitsubishi unterzeichnet. Sachsen setzt also zunehmend auf die E-Mobilität.