London. Einen gesunden Innovationsdrang verspürten die Entwickler auch auf der Antriebsseite. Erstmals wird es als neues Einstiegsmodell den CLS 220 BlueTec mit einem 170 PS starken Vierzylinder-Diesel (OM 651) geben. Preis: 54.086 Euro. Zuvor begann der CLS als 250 CDI bei 59.800 Euro. Die Kunden greifen mehrheitlich allerdings zu Sechsund Achtzylinder. Hier löst der CLS 400 (62.713 Euro) den CLS 350 ab. Im CLS 400 sitzt statt des Saugers nun ein Biturbo mit 333 PS und 480 Newtonmeter. Er leistet nicht nur 27 PS und 110 Newtonmeter mehr als zuvor, sondern verbraucht als Schichtlader auch weniger. Mercedes gibt als Normwert 7,3 Liter an. Nach der E-Klasse ist der CLS das zweite Modell im Hause Daimler, in das bei den Hinterradantriebsversionen die Neungangautomatik verbaut wird. Die 9G-Tronic ist eine Eigenentwicklung. Weber sieht erhebliche Kostenvorteile gegenüber Wettbewerbern, die beispielsweise die Achtgangautomatik von ZF zukaufen müssen. Im Cockpit des CLS fällt der frei stehende 8-Zoll-Bildschirm auf, wie ihn auch die neue C-Klasse hat. Neue Lederfarben, ein neues Lenkrad, neue Dekors und Sitze mit gestepptem Rautenmuster sollen den Innenraum noch luxuriöser wirken lassen. Auch in Sachen Infotainment will Mercedes ganz vorne mitspielen. Im Angebot sind zahlreiche Online- Dienste und Internetzugang. Das iPhone kann problemlos angedockt und über den Controller auf der Mittelkonsole bedient werden. Der überarbeitete CLS sowie der Shooting Brake werden im September in den Handel gehen. Gleiches gilt für die leistungsgestärkten AMG-Modelle mit bis zu 585 PS.
Facelift für Coupe und Shooting Brake
Mercedes-Benz CLS bleibt Bestseller im Segment
Auch die zweite Generation des CLS bleibt „das erfolgreichste Auto seiner Klasse“, wie Mercedes-Benz-Entwicklungsvorstand Thomas Weber bei der Präsentation des viertürigen Coupés in der britischen Hauptstadt betonte. Über 120.000 Einheiten liefen seit 2010 vom Band. Den Grund für den Verkaufserfolg sieht Weber vor allem in der Verschmelzung von Ästhetik und Technik. Dies soll auch weiterhin eine hohe Nachfrage garantieren. So spendierten die Stuttgarter Coupé und Kombi (Shooting Brake) im Rahmen der turnusmäßigen Modellpflege unter anderem neue Hightech-Scheinwerfer. Als Option kommen Voll-LED-Einheiten zum Einsatz. Optional kann der Kunde sogenannte Multibeam-Exemplare wählen. Sie bieten laut Mercedes das derzeit modernste Licht der Welt: 24 LEDs im Fernlicht werden hier einzeln angesteuert und leuchten die Straße im Bestfall bis zu 485 Meter weit aus, blenden dabei weder Gegenverkehr noch Vorausfahrende.