Crato/Portugal. Seit 2001 ist der Superb das Flaggschiff der tschechischen VW-Tochter und fand seitdem über 750.000 Kunden – die meisten in China. Die Chance, diese Zahlen zu übertreffen, ist relativ groß. Neben den markentypischen Tugenden wie hohe Funktionalität, großzügiger Innenraum und gutes Preis-Leistungs-Verhältnis will Škodas Topmodell die Kunden auch über ansprechendes Design und Hightech-Ausstattungen in die Verkaufsräume locken. Derzeit sind getarnte Vorserienmodelle auf Abstimmungsfahrten in Portugal unterwegs. Der Automobilwoche aber gab Škoda bereits Gelegenheit, auf und in den Superb zu schauen. Erster Eindruck: Designchef Jozef Kaban gelang eine äußerst gut proportionierte Limousine mit fast Coupéähnlicher Anmutung. Trotz dieser Form bietet der Superb im Fond noch immer üppige Platzverhältnisse. „Die Beinfreiheit übertrifft den besten Wettbewerber um das Doppelte“, sagt Entwicklungschef Frank Welsch. Auch der Kofferraum konnte nochmals vergrößert werden: Er bietet bis zu 1760 Liter Ladevolumen – mehr als mancher Kombi.
Alle Motoren kommen neu
Komplett erneuert ist im Superb die Antriebspalette, kein Motor wurde vom Vorgänger übernommen. Zur Auswahl stehen fünf Benziner und drei Diesel. Alle sind aufgrund des modularen Chassis MQB modernste Vierzylinder- Turbo-Direkteinspritzer. Der Verbrauch konnte um durchschnittlich 23 Prozent gesenkt werden. Das Leistungsspektrum reicht von 120 bis 280 PS. Welsch verspricht als niedrigsten CO2- Ausstoß einen Wert von 96 Gramm pro Kilometer. Erstmals erhält mit dem Superb ein Škoda ein adaptives Fahrwerk. Gebaut wird das neue Modell wie sein Vorgänger in Kvasiny. Marktstart ist im Juni, der Kombi kommt im Herbst.