Málaga. Weniger Türen, mehr Emotionen. Nach diesem Prinzip funktionieren gewöhnlich Coupés. Besonders im Hause Mercedes. Unter allen Autoherstellern haben die Stuttgarter hier mit Abstand die meiste Erfahrung und die längste Tradition. Seit vielen Jahrzehnten begleiten diese Modellvarianten die mehr auf Alltagstauglichkeit ausgelegten Limousinen. Ab Dezember schickt Mercedes mit dem Coupé der C-Klasse nun ein weiteres Derivat an den Start. "Wir erweitern unsere Kollektion an Traumautos", sagte Entwicklungsvorstand Thomas Weber selbstbewusst bei der Präsentation des Coupés in Andalusien.
Im Design wirkt das neue Modell eleganter als der Vorgänger. Länge (95 Millimeter mehr), Breite (40 Millimeter) und Radstand (80 Millimeter) wachsen. Die Höhe bleibt, was die Proportionen insgesamt harmonischer erscheinen lässt. Gemütlich ist es auf der Rückbank damit nicht. Erwachsene sitzen unbequem, ein Tribut an die hintere Dachlinie. Auch die Sicht aus den sehr schmalen Seitenfenstern ist arg eingeschränkt. Ohnehin dürften selten Personen im Fond des C-Klasse Coupés verweilen. Mercedes adressiert dieses Auto vorwiegend an junge Aufsteiger ohne Kinder, denen Design wichtiger ist als Funktionalität. Erwartet wird ein Coupé-Anteil von rund zehn Prozent innerhalb der Baureihe 205. Er liegt damit auf dem Niveau des Vorgängers C 204, von dem mehr als 150.000 Einheiten verkauft wurden.