Stuttgart. Kollegen von Peter Schwarzenbauer beschreiben den scheidenden US-Statthalter von Porsche als einen zurückhaltenden Menschen. Der asketisch wirkende Kaufmann gilt als nüchterner Analytiker, dem Eitelkeit fremd ist. "Er ist quasi der Gegenentwurf zum extrovertierten Weyler", sagt ein Manager des Sportwagenbauers.
Doch auch der aus Weißenburg/Bayern stammende Schwarzenbauer ist viel herumgekommen. In seiner Jugend hat er das Gymnasium in Nova Friburgo besucht, einer brasilianischen Industriestadt nördlich von Rio de Janeiro. Nach dem BWL-Studium an der FH München ging er zu BMW, wo er ab 1984 im zentralen Marketing für Überseemärkte zuständig war. Später leitete Schwarzenbauer Vertrieb und Marketing der BMW-Motorradsparte in Nordamerika. Zu Porsche wechselte er 1994. US-Chef der Schwaben ist der Verkaufsexperte seit März 2003.