Leverkusen. „Wir freuen uns natürlich immer, wenn wir Geld verdienen“, sagte Händlersprecher Werner Prange der Automobilwoche, „doch wir können uns nicht vorstellen, dass die von Mazda Deutschland kommunizierten Zahlen unter Berücksichtigung aller handelsrechtlichen Buchungsvorschriften so zutreffen.“ Der Händlerbetriebsvergleich unterscheidet drei Gruppen von Vertragspartnern, der Händlerverband hat aber nur Einblick in zwei. Deren Zahlen deckten sich keineswegs mit den Mazda-Angaben. „Ich kann nur beurteilen, was ich kenne“, so Prange weiter. Mazda habe jedoch die Bitte um ein klärendes Gespräch unter Verweis auf fehlende Ressourcen abgelehnt. Ende 2012 hatte Mazda vom Wirtschaftraumkonzept auf ein einstufiges Händlernetz umgestellt und 160 Standorte gestrichen, um das Marktpotenzial der einzelnen Partner zu vergrößern. Im Service zeige der Betriebsvergleich aber noch Handlungsbedarf, so der Importeur. Daher will man künftig die Entwicklung des Werkstattgeschäfts pro Partner analysieren.
Netz-Profitabilität
Mazda uneins mit Handel über Rendite
Die deutschen Mazda-Händler haben nach Angaben des Importeurs im ersten Halbjahr 2014 im Schnitt eine Umsatzrendite von 1,9 Prozent erzielt – 0,3 Prozentpunkte mehr als im Vorjahreszeitraum. Dies habe der aktuelle Mazda-Händlerbetriebsvergleich ergeben. Dabei erreiche die Hälfte der 400 Partner sogar eine Umsatzrendite von im Schnitt 4,3 Prozent. Treiber der positiven Entwicklung sei das Neuwagengeschäft mit einem Bruttoertrag von 11,8 Prozent.