Leverkusen. Mazda plant Veränderungen im deutschen Händlernetz. Der Importeur MMD, der den Markt in 75 Wirtschaftsräume aufgeteilt hat, will künftig etwa 200 direkte Ansprechpartner im Netz haben. Derzeit sind dies die 75 Wirtschaftsraumleiter mit direkter vertraglicher Bindung zu Mazda, darüber hinaus gehören zur Handelsorganisation 577 Vertriebs- und 154 Servicepartner. Laut Vertriebsdirektor Thomas Rothe ist es „wichtig, dass wir konsequent den aktuellen Zustand des Netzes überprüfen und bei Bedarf Verbesserungen einleiten“. Dabei will man „gezielt Kooperationen fördern, die wirtschaftlich und geografisch Sinn machen“.
Um die neue Struktur einzuführen, setzt der Importeur auf „einen organischen Prozess, der von uns in den nächsten zwei Jahren intensiv gefördert und begleitet wird“, so Rothe. Schon Ende vergangenen Jahres hatten die Mazda-Händler gefordert, das Wirtschaftsraumkonzept zu überdenken. „Wir begrüßen den Vorstoß“, bestätigt Werner Prange, Präsident des deutschen Händlerverbands. Die Gespräche zwischen Verband und Importeur wurden allerdings auf Geheiß des Mazda-Europa-Chefs schon vor Monaten ausgesetzt.
Ein Informationsaustausch findet derzeit nur in regionalen Runden statt. Vertriebschef Rothe setzt dennoch auf „einvernehmliche Lösungen mit dem Handel“ und will den Umbau ohne Kündigungen gestalten. 2008 hatte Rothe zunächst die Leitung des Mazda-Vertriebs übernommen, nach dem Abgang des Geschäftsführers Michael Bergmann auch dessen Aufgaben. Ein neuer Geschäftsführer soll im Lauf des Jahres kommen. Es bestehe aber „kein Zeitdruck“, versichert Rothe.