Kassel/Berlin. Das KPI-Marktkennzahlen-Modul liefert Hintergrundinformationen zu den eigenen Fahrzeugen und denen der Mitbewerber auf der Plattform. So kann die Preisposition eines Autos in den Suchergebnissen abgebildet werden oder wie häufig ein Fahrzeug im Vergleich zu Wettbewerbern geklickt wird. Auch die Verkaufswahrscheinlichkeit sowie Prognosen über die voraussichtliche Standzeit und den Verkaufspreis eines eingestellten Fahrzeugs können angezeigt werden. Das Modul, zurzeit bei etwa 100 Händlern in einer kostenlosen Testphase, kommt 2014 offiziell auf den Markt und wird voraussichtlich zwischen 150 und 300 Euro pro Monat kosten – je nach Fahrzeugvolumen. „Viele Daten sind nicht im öffentlichen Bereich zu sehen, etwa wie viele Klicks ein Fahrzeug bekommt oder der letzte Angebotspreis“, sagt Thomas Orthgieß, Manager Automotive Intelligence bei Mobile.de. Für den Händler sind solche Vergleichsdaten aber relevant, auch schon in der Ankaufphase. Mit der Marktpreisanalyse zum Beispiel kann er die Preispositionierung seines Bestands mit dem Wettbewerb vergleichen – und bei Bedarf anpassen. „Über den Abgleich mit Vergleichsfahrzeugen ergibt sich eine Art Wohlfühlpreis“, sagt Ullmann. Innerhalb dieser Marktpreisspanne bewegt sich die Mehrheit der Fahrzeuge, und man erkennt sofort die Ausreißer nach oben und unten. Durch das Zusammenspiel der Kennzahlen zeigt sich, wo Handlungsbedarf besteht. Ist ein Auto zu hoch eingepreist, weist es in der Regel auch eine geringere Nachfrage auf. Bei der Relation zwischen letztem Angebotspreis und Standtagen zeigt sich, zu welchen Preisen die Autos nach welcher Zeit abfließen.
Marktpotenziale per Mausklick
Ein neues Instrument zur besseren Vermarktung ihrer Gebrauchtfahrzeuge testen Partnerhändler der Autobörse Mobile.de seit Anfang Oktober. Das KPI(Key-Performance- Indikatoren)-Modul, das der Kasseler IT-Dienstleister Pixelconcept entwickelt hat, versorgt die Händler mit verkaufsrelevanten Marktkennzahlen. KPI ist ein neues Feature des Fahrzeugverwaltungsprogramms „Automanager“, einer Software, auf die heute bereits rund 2000 Händler zugreifen können, erläutert Torben Ullmann, Geschäftsführer von Pixelconcept.