München. Andererseits laufen die Luxus- Geländewagen und Limousinen der britischen Traditionsmarken Jaguar und Land Rover weltweit besser denn je. Im abgelaufenen Geschäftsjahr (per 31. März) erreichten die beiden Premiummarken Umsatzerlöse von 18,5 Milliarden Euro. Das sind 17 Prozent mehr als im Vorjahr. Weltweit wurden 374.636 Fahrzeuge verkauft, was einem Plus von 22 Prozent entspricht. Dabei profitierten die Marken von erfolgreichen Markteinführungen neuer Modelle wie des luxuriösen Range Rover, der Allrad varianten von Jaguar XF und XJ sowie des Kombis XF Sportbrake. In allen Regionen erzielten die Marken deutliches Wachstum. So stiegen die Verkäufe in China um 48 Prozent. In Europa sind Großbritannien mit einem Plus von 20 Prozent und der übrige Kontinent mit einer Steigerung um 18 Prozent nahezu gleichauf. In Nordamerika betrug das Plus neun Prozent. Der Gewinn vor Steuern stieg um elf Prozent auf 1,96 Milliarden Euro. Ralf Speth, Chef von Jaguar und Land Rover, will die Erfolgsgeschichte im laufenden Geschäftsjahr fortschreiben: Neue Modelle wie der Range Rover Sport oder der Sportwagen Jaguar F-Type sollen die Rekordfahrt fortsetzen. Speth: „Allein im laufenden neuen Geschäftsjahr werden wir bis März 2014 rund 2,75 Milliarden Pfund in neue Produkte, in Mitarbeiter und die Infrastruktur investieren.“ Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen in Großbritannien 3000 Arbeitsplätze geschaffen. Tata hatte Jaguar und Land Rover 2007 für 1,76 Milliarden Euro von Ford übernommen.
Luxus-SUVs statt Billigautos
Während der indische Autobauer Tata Motors auf seinem Heimatmarkt große Probleme hat, fahren dessen britische Premium-Töchter Jaguar und Land Rover das beste Ergebnis ihrer Geschichte ein. So ist der Absatz des Billigautos Tata Nano in Indien eingebrochen. Der mit großen Ambitionen gestartete 2000¬ -Euro-Kleinwagen verkaufte sich im April nur 948-mal. Im April des Vorjahres waren es noch mehr als 8000 Exemplare.