Ingolstadt. „Einer unserer nächsten Schritte wird die Einführung der OLED-Technologie in die Serie sein, und zwar als Schlusslicht“, sagt Stephan Berlitz, der den Bereich Innovation Lichttechnik und Lichtelektronik bei Audi leitet. Diese Dioden bestehen aus einem organischen Material, das, sobald es an eine Stromspannung angeschlossen ist, als Ganzes und homogen zu leuchten beginnt. Bei Audi denkt man über eine Leuchteinheit nach, bei der mehrere OLED-Flächen aufrecht hintereinander stehen. „So bekommen wir einen einzigartigen 3-DEffekt hin“, sagt Roura. Problematisch ist allerdings noch das Thermomanagement, denn das Material verträgt derzeit nur rund 80 Grad Celsius. Künftig sollen OLEDs dazu dienen, Licht am Auto in völlig neuer Weise einzusetzen. „Wir arbeiten daran, OLED-Beschichtungen direkt auf das Karosserieblech aufzutragen. So könnte das ganze Auto dynamisch zu leuchten beginnen und dem Folgefahrzeug oder Fußgängern Signale senden“, sagt Berlitz. „Zudem wird das Licht so zum dynamischen Element“, ergänzt Designer Roura.
Audi
Licht wird zum dynamischen Element
„Wer die Leuchten eines Fahrzeugs designt, formt seinen Charakter“, sagt César Muntada Roura, Leiter des Lichtdesigns bei Audi. Er und sein Team wissen, dass die Technik mit LED- und Laserlicht noch lange nicht ausgereizt ist. Darum arbeiten sie schon an der nächsten Lichtgeneration: Audi setzt künftig auf OLEDs, auf organische Leuchtdioden.