Köln. Mit dem Lexus GS 450h hält die Hybrid-Technik nun auch in der Oberklasse Einzug -- bislang steht Toyotas Nobelmarke damit jedoch allein auf weiter Flur. "Während die Konkurrenz Dieselmotoren entwickelt hat, haben wir eben den Hybrid zur Serienreife gebracht", erklärt Frank Winter, General Manager von Lexus in Deutschland. Ein 296 PS starker V6 mit kombinierter Saugrohr- und Direkteinspritzung spielt beim GS die Rolle des konventionellen Antriebs, der bei hohem Leistungsbedarf von einem Drehstrom-Synchronmotor unterstützt wird -- bei zaghaftem Umgang mit dem Gaspedal übernimmt der Elektromotor bis 60 km/h auch alleine den Vortrieb. Insgesamt steht eine maximale Leistung von 345 PS zur Verfügung. Das macht den GS 450h zum direkten Wettbewerber von BMW 550i und Mercedes E 500 -- auch beim Preis, denn der Lexus kostet mindestens 57.600 Euro.
Lexus zündet nächste Hybrid-Stufe
Beim Absatzziel geben sich die Japaner weiterhin bescheiden. In diesem Jahr sollen in Deutschland insgesamt 1000 GS-Modelle einen Käufer finden, 300 davon als Hybrid. Rund 2000 Einheiten will Lexus vom RX verkaufen. Die bereits seit dem vergangenen Jahr erhältliche Hybrid-Version des SUV bekommt nun die neue Benziner-Variante RX 350 zur Seite gestellt. Der auf 3,5 Liter Hubraum vergrösserte V6 löst den drei Liter grossen Vorgänger ab. Der mindestens 44.600 Euro teure Offroader, der damit 1300 Euro mehr als das Vorgängermodell kostet, leistet nun 276 statt 204 PS und entwickelt ein maximales Drehmoment von 342 Newtonmeter bei 4700 Umdrehungen pro Minute.
Im Modellmix rechnet Lexus für die Benziner-Variante nur mit einem Anteil von einem Drittel. Die Mehrheit der Interessenten soll sich für die Hybrid-Version RX 400h entscheiden. Sowohl der Basis-RX als auch der GS 450h stehen ab sofort bei den rund 40 Lexus-Händlern.