Köln. Toyotas Premium-Tochter Lexus will sich auf dem deutschen Markt stärker positionieren. Obwohl die Japaner das Absatzziel 2006 von 5100 Autos um 103 Neuzulassungen übertreffen konnten, ist das Potenzial der Marke nicht ausgeschöpft. Stückzahlen sind jedoch, so Keiji Sudo, neuer Präsident von Toyota Deutschland, "nicht das Wichtigste, sondern Service und Image".
Dennoch will Lexus 2007 auf 5900 Einheiten wachsen, 2010 sollen 10.000 Autos verkauft werden. Das erfordert ein größeres Vertriebsnetz. "In diesem Jahr eröffnen wir an zehn neuen Standorten", erklärt Frank Winter, General Manager von Lexus. 13 weitere Betriebe werden modernisiert. Dabei konzentriert sich Lexus auf Großstädte. Dort übernimmt meist ein Toyota-Händler Lexus als Zweitmarke.
Die Gesamtinvestitionen belaufen sich laut Toyota-Deutschland-Vizepräsident Markus Schrick auf rund 55 Millionen Euro, der Löwenanteil liege dabei auf den Schultern der Vertriebspartner. Aus Branchenkreisen heißt es jedoch, dass der Importeur über Margen und Boni rund zwei Drittel der Kosten trägt. Ein Toyota-Händler müsse "rund 2,5 Millionen zusätzlich investieren", sagt Winter. Nur 20 Prozent der Lexus-Käufer kommen aus dem Toyota-Lager, die Hälfte von deutschen Premiummarken.