Langfang. China ist nach Deutschland Leonis zweitgrößter Markt. Die Bordnetzsparte beliefert aus den drei bestehenden Fabriken auch die Joint Ventures von VW und General Motors. Leonis Kabelsparte ist an sechs chinesischen Standorten vertreten. 2013 wird Leoni etwa 450 Millionen Euro in China umsetzen. Bis 2016 soll der Anteil des Landes am globalen Umsatz von heute zwölf auf 14 Prozent steigen. Dann will Leoni rund 700 Millionen in China umsetzen. Der Marktanteil soll langfristig von heute sieben auf 15 Prozent steigen. Dazu will man künftig auch lokale Autobauer beliefern. Das sei ein „klares Ziel“, sagt Zürnstein – brauche aber Zeit und Vorbereitung. Einige lokale Autobauer hätten Pläne fürs Ausland, betont Zürnstein: „Und diese sind auf Zulieferer angewiesen, die global liefern können.“ Leoni sei unter anderem mit Geely und Great Wall im Gespräch.
Leoni auf Expansionskurs in China
Leoni baut seine Präsenz in China deutlich aus. Der Nürnberger Zulieferer eröffnete in Langfang bei Peking seine vierte Fabrik für Bordnetze in China. Ein weiteres Werk entsteht gerade in Tieling. „Das Fundament steht bereits“, sagt Christian Zürnstein, Asien-Chef der Bordnetzsparte. Das rund 30 Millionen Euro teure Werk in Langfang wird ab 2014 an das Joint Venture von Daimler und BAIC liefern – zunächst für die neue C-Klasse, später auch für die Geländewagen GLA und GLK. Die Fabrik in Tieling bei Shenyang soll ab 2016 BMW beliefern. Zusammen werden beide Standorte bei Vollauslastung mehr als 5000 Mitarbeiter beschäftigen.