München. Die beeindruckenden Fahrwerte sind auch Ergebnis konsequenten Leichtbaus: 1370 Kilogramm wiegt der 1,20 Meter flache Sportwagen. Zudem hat der Formel- 1-Rennstall ein schnell schaltendes Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe eingebaut. Das Coupé ist mit 231.500 Euro (der Spider kostet 255.000 Euro) rund 20.000 Euro teurer als der Vorgänger 12C, der zunächst noch in der Produktion bleibt. Doch der Kundenkreis für solche Extremsportwagen ŕ la Ferrari 458 oder Lamborghini Aventador ist begrenzt. McLaren Automotive plant deshalb konservativ. Die Jahresproduktion lag 2012 und 2013 bei rund 1400 Fahrzeugen. Auch für 2014 ist mit dem 650S keine höhere Auslastung geplant. Und das, obwohl die Mitarbeiterzahl von 750 im Jahr 2012 auf 1500 in diesem Jahr steigen soll.
McLaren zielt mit dem 650S auf Ferrari-Kunden
Leicht, flach, schnell
Die britische Renn- und Sportwagenschmiede McLaren hat nach drei Jahren und 3500 verkauften Einheiten das Modell 12C zum 650S weiterentwickelt. Das Design richtet sich nun an dem 916 PS starken Supersportwagen P1 aus. Der 650S hat einen Biturbo-Achtzylinder mit 650 PS. Der Carbon-Sportwagen beschleunigt laut Werk in 3,0 Sekunden auf 100 km/h und schafft 330 km/h Höchstgeschwindigkeit.
Werk nicht ausgelastet
Der maximale Produktionsausstoß des Werks liegt bei 4000 Einheiten pro Jahr. Ganz auslasten lassen sich diese Kapazitäten aber wohl erst mit einem preiswerteren Modell, das 2015 auf den Markt kommt: Der intern P13 genannte Achtzylinder- Sportwagen soll mit einem Einstiegspreis von 140.000 bis 160.000 Euro im Segment des Porsche Turbo wildern. Das Händlernetz soll von 50 Betrieben weltweit im Lauf des Jahres auf 70 ausgebaut werden. Bis 2018 sind 110 Verkaufs- und Servicestellen geplant. Die größten Märkte sind die USA, China und arabische Länder. In Deutschland wurden von den fünf Händlern in München, Düsseldorf, Hamburg, Frankfurt und Stuttgart vergangenes Jahr 140 Einheiten verkauft. Bis 2016 sollen zwei weitere Betriebe eröffnet werden.