Toyota konnte in Deutschland seit dem Jahr 2000 den Marktanteil von 2,6 auf 4,3 Prozent erhöhen. Für Markus Schrick, Vice President von Toyota Deutschland, ist dieser Erfolg der Unternehmensphilosophie "eine langfristige Strategie konsequent verfolgen" zu verdanken. Als Beispiel führte Schrick auf dem Automobilwoche Kongress die Hybrid-Technologie an, die von den Japanern bereits seit zehn Jahren in Serie produziert und hierzulande in vier Modellen angeboten wird. Nennenswerte Verkaufserfolge beginnen sich jedoch erst jetzt einzustellen. "Wenn die deutschen Hersteller keine Hybrid-Modelle anbieten, dann werden auch wir Probleme haben, diese Fahrzeuge in größeren Stückzahlen zu verkaufen", ergänzte Schrick.
Doch der Toyota-Manager ist überzeugt, dass bald entsprechende Angebote vom Wettbewerb kommen. Daher hält Schrick trotz des rückläufigen Markts in diesem Jahr an der Prognose fest, 2010 einen Marktanteil von fünf Prozent erreichen zu können. Das Ziel, im gleichen Jahr mehr als 200.000 Fahrzeuge absetzen zu können, musste Schrick "um ein bis zwei Jahre verschieben". Man müsse den Mut haben, eine langfristige Strategie beizubehalten und gegebenenfalls mit kurzfristigen Änderungen zu versehen.
Schrick setzt auch weiterhin auf ein partnerschaftliches Verhältnis zu den Händlern: "Wir müssen die Ertragskraft unserer Händler stärken." Der Importeur plant, ab 2010 in 15 Betrieben jeweils über 1000 Autos pro Jahr verkaufen zu können. Bereits im kommenden Jahr soll es "keine offenen Punkte im Vertriebsnetz mehr geben". Dafür will Toyota Deutschland seinen Partnern ein Fahrzeugprogramm bieten, das "sechs Volumenmodelle statt nur zwei Stars bietet". Generell sieht Schrick "in Deutschland großes Potenzial für Wachstum".