Wolfsburg. VW kommt wegen des hohen Bestelleingangs für den neuen Tiguan trotz Sonderschichten mit der Produktion des Kompakt-SUVs nicht nach. „Unsere Kunden müssen derzeit rund sechs Monate auf die Auslieferung warten“, sagt ein norddeutscher VW-Verkäufer. „Das ist eine Zumutung.“ Selbst bei Probefahrten mit dem Allradmobil – meist nur für wenige Stunden möglich – hätten sich Interessenten auf einen wochenlangen Vorlauf einzustellen.
Um Handel und Käufer zu besänftigen, ermöglicht VW neuerdings den vorgezogenen Zugriff auf weit in der Zukunft liegende Fertigungsvolumen. „Aufgrund der großen Nachfrage werden wir Ihnen schon jetzt die Bestellmöglichkeit für die Produktionswochen des Modelljahres 2009 einrichten“, heißt es in einem internen Händlerschreiben. Allerdings könne es im Modelljahr 2009, das bei VW bereits Ende Mai dieses Jahres beginnt, „zu ausstattungsbezogenen und preisrelevanten Angebotsveränderungen“ kommen.
Wie Automobilwoche aus Unternehmenskreisen erfuhr, soll etwa für den Tiguan ab Mitte 2008 eine elektronische Dämpferregelung verfügbar sein. Für das zweite Halbjahr ist der Einsatz einer lediglich frontgetriebenen Version mit 150 PS starkem TSI-Motor vorgesehen. Rechtslenker sind noch für das laufende Quartal avisiert.
Gilt die lange Lieferzeit für den Tiguan VW-intern als „Luxusproblem“, bereitet der Nachfragerückgang beim großen Geländewagen Touareg Sorgen. Für das Basismodell R5 TDI wurde daher ein Lockangebot kreiert. Der Preisvorteil beträgt 2565 Euro.