Maintal. Stabile Restwerte sind eine Art Ritterschlag für eine Automarke. Wenn Käufer auch nach drei Jahren und 60.000 Kilometern noch einen hohen Anteil des ursprünglichen Listenpreises bezahlen, ist entweder die Verkaufspolitik bei Rabatten und Eigenzulassungen besonders sauber – wie bei Dacia –, oder die Marke besonders begehrt. Lange Zeit war Porsche als Nummer eins im Restwertindex von Schwacke quasi gesetzt. Noch im Juni 2014 lagen 5,9 Punkte zwischen Porsche und der damaligen Nummer zwei – Dacia. Land Rover fand sich mit 6,2 Punkten Rückstand auf Porsche erst auf Rang drei. Jetzt sind die Briten die Nummer eins (siehe Tabelle) und damit neue Referenzmarke im Index. Der gibt – mit Korrekturen für Modellzyklen – an, wie der Restwert einer Marke im Verhältnis zur Marke mit dem höchsten Restwert ausfällt. Ein BMW verliert im Schnitt binnen drei Jahren und 60.000 Kilometern 12,1 Prozent mehr an Wert als ein Land Rover (siehe Tabelle).
Restwerte steigen
„Das ist ein großer Erfolg für Land Rover“, kommentiert Christoph Ruhland aus der Schwacke-Geschäftsführung die Aufholjagd der britischen Edel-Marke. Auch andere Fabrikate wie Opel oder Smart haben sich ihm zufolge deutlich verbessert. Dennoch finden sich die beiden noch immer am unteren Ende der Skala. Für alle Marken gilt, dass sich die Preise für Gebrauchtwagen in Deutschland derzeit positiv entwickeln: „Nach zwei Jahren Achterbahnfahrt haben wir in diesem Jahr konstant steigende Restwerte zu verzeichnen“, sagt Schwackes Marketing-Direktor Ruhland.