Leipzig. Bei schweren Unfällen absorbiert der Aluminiumrahmen des i3 den größten Teil der Kräfte. Verformte Alu-Hohlprofile im Front- und Heckbereich sollen ohne Schweißarbeiten durch Kleben und Nieten repariert werden. Im Bereich der Carbonfahrgastzelle ist der Rahmen sehr steif, Verformungen entstehen daher in der Regel bei schweren Unfällen, die ohnehin zu einem Totalschaden führen. Die CFK-Struktur muss nur beim Seitenaufprall Energie absorbieren. Da BMW die Seitenwand aus einem Teil fertigt, müssen speziell ausgebildete Werkstätten das gesamte Bauteil ordern und das Austauschteil an vorgesehenen Stellen zurecht sägen. Anschließend wird es über ein eingeklebtes Kupplungselement aus Stahl eingefügt.
Kunststoff senkt Reparaturkosten des i3
Reparaturen am neuen BMW i3 sollen trotz des großflächigen Einsatzes von Carbon nicht teurer als bei vergleichbaren Stahlautos sein. Als interne Referenz gilt der Einser, so ein Karosserie- Ingenieur im Werk Leipzig. Möglich ist dies vor allem, weil die Fahrzeugaußenhaut des i3 nicht aus Carbon, sondern aus Kunststoff- Paneelen besteht. 95 Prozent aller Versicherungsschäden, so BMW, beschränken sich auf diese Teile. Die Paneele sind in der Herstellung zwar etwas teurer als Stahlteile, jedoch werden sie einfach eingeclipst, ein Ausrichten entfällt. Diese Arbeit soll von allen Vertragswerkstätten ausgeführt werden können. Freie Werkstätten bleiben bei den Carbon-Reparaturen jedoch außen vor.