Schwaig. Das Gros potenzieller Autokäufer verspricht sich handfeste Vorteile aus bestehenden Entwicklungspartnerschaften und künftigen Herstellerkooperationen in der Fahrzeugindustrie. Dies belegt eine Befragung von mehr als 1000 Interessenten für Neu- und Gebrauchtwagen, die im September von der Puls Marktforschung aus Schwaig bei Nürnberg durchgeführt wurde. Für Autohersteller und ihre Zulieferer sind die Ergebnisse eine willkommene Ermunterung, in der akuten Absatzkrise auf wichtigen Märkten noch stärker als bisher gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
„Kooperationen sind offensichtlich sowohl aus Sicht der Analysten als auch der Autokäufer etwas Positives und sollten daher aktiv und mit den richtigen Argumenten herausgestellt werden“, sagt Konrad Weßner, General Manager bei Puls. Diesen Befund stützt bereits die „allgemeine Beurteilung von Hersteller- Kooperationen“, nach denen Puls zunächst mit Blick auf die gemeinsame Entwicklung von Motoren und Ausstattungen gefragt hatte. Dabei haben 57 Prozent der Interviewten mit „Ich bin dafür“ geantwortet, lediglich 6,4 Prozent mit „Ich bin dagegen“. Noch deutlichere Mehrheiten ergaben sich bei der Frage nach den konkreten Vorteilen, die sich Autokäufer vom engen Schulterschluss von Autoherstellern erhoffen. Demnach setzen 73,9 Prozent der Befragten auf „bessere Technologien“. Neben verbrauchsund abgasarmen Antrieben zählen dazu auch innovative Sicherheits- und Komfortausstattungen, die im Zuge von Marken- und Konzernkooperationen zunehmend auch in niedrigere Preissegmente wie die Golf-Klasse Eingang finden.