Köln. Mit weniger Autos mehr Geld verdienen, das wollen die Kölner Ford-Werke in diesem Jahr schaffen. Ein Grund: Der krisengeschüttelten US-Mutter soll kein Anlass geboten werden, von der profitablen deutschen Tochtergesellschaft weitere Einsparungen zu fordern. Die Ford-Werke werden in Europa "den insgesamt besten Beitrag zum Konzernergebnis liefern", erklärt Bernhard Mattes, Vorsitzender der Geschäftsführung der Kölner Ford-Werke. "Unsere Aufgabe in Europa ist es, unseren Businessplan konsequent umzusetzen, der die Produkte, deren Qualität und Profitabilität voranbringen soll", sagt Mattes.
Im ersten Halbjahr 2006 haben die Ford-Werke einen Gewinn von 196 Millionen US-Dollar erwirtschaftet, was einem Plus von 71,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Das reiche jedoch noch nicht aus, um alle Investitionen in die Zukunft selbst zu tragen, betont Mattes. Diese Investitionen betreffen auch Fahrzeugsegmente, in denen die Marke bislang nicht vertreten war - beispielsweise bei den kompakten SUVs. Mit dem jüngst vorgestellten Showcar Iosis X zeigte Ford einen ersten Ausblick. Laut Mattes soll das Konzeptfahrzeug "in rund eineinhalb Jahren zur Marktreife entwickelt werden". Ford startet also sehr spät in diesem von den Asiaten dominierten Wachstumssegment, in das der Rivale Opel bereits im kommenden Monat eintritt. "Ich steige lieber in ein Segment ein, wenn es bereits etabliert ist", sagt Stephen Odell, stellvertretender Direktor für Marketing und Vertrieb bei Ford of Europe, "dann aber mit einem Produkt, dessen Design die Kunden aus den Socken haut."