München. Wenn nur die Wissenschaftler das Sagen hätten, auf der IAA in Frankfurt hätte man wohl kein einziges Hybrid-Auto gesehen – nicht einmal bei Toyota. Denn es gibt beim Auto keinen ineffektiveren und vor allem teureren Weg, um Kohlendioxid einzusparen, als die aufwendige Kombination von Benzin- und Elektromotor. Eine Tonne des mutmaßlichen Klimakillers mittels eines Hybrid-Antriebs zu vermeiden, kostet den Autokäufer 1000 Euro. Mit einem modernen Diesel- oder Benzin-Direkteinspritzer reichen 500 Euro für den gleichen Einspareffekt.
Auch diese Summe ist aberwitzig hoch. Denn jenseits des Autos lässt sich etwa beim Eigenheimbau eine Tonne CO2 schon mit 50 Euro einsparen, beim Kraftwerksbau sind sogar nur fünf Euro erforderlich. So viel zum ökonomischen Sachverstand unserer Umweltpolitiker, die gerne verschweigen, wer diese Mehrkosten jeweils zu tragen hat: der Verbraucher. Doch dessen Ratschluss ist bekanntlich nicht immer von rationalem Denken geprägt.