Köln. Ford ist derzeit vorwiegend durch Slogans wie "Wir zahlen Ihnen 6.000 Euro über Schwacke für Ihren Gebrauchten" bekannt, weniger durch die Produkte. "Dem Discount kann sich niemand entziehen", räumt Jürgen Stackmann ein, Marketing-Vorstand bei Ford of Europe. "Das kann allerdings keine Endlosspirale sein. Da gibt es wirtschaftliche Grenzen, die man erkennen muss", sagt er.
Der Marktanteil von Ford liegt über die ersten acht Monate dieses Jahres bei gerade einmal 7,4 Prozent und somit noch hinter Audi. "Von den Zulassungen auf verkaufte Fahrzeuge zu schliessen, wäre ein Fehler", sagt ein Ford-Händler. "Die Autos verkaufen sich wirklich nicht von selbst." Und das trotz der eifrig beworbenen Incentives. Um nicht später an der Rabattschraube drehen zu müssen, trifft Ford bei allen neuen Modellen die endgültige Preisentscheidung erst kurz vor Serienanlauf. "Dazu verfolgen wir im Entwicklungszyklus in klaren Abständen Produktkosten und Preismöglichkeiten", sagt Bernhard Mattes, Geschäftsführer der Ford-Werke GmbH.
Künftige Ford-Modelle sollen sich nicht nur durch ein aggressiveres Pricing auszeichnen, sondern auch mit einer neuen Designlinie ein einheitlicheres und emotionaleres Markenprofil schaffen. Stackmanns Ziel ist, "die Marke in drei bis vier Jahren emotional in den Köpfen der Kunden zu verankern". Das soll mit der neuen Design-Linie "Kinetic Design" gelingen, wie sie die Studie Iosis vorgibt, die das Ende der New-Edge-Ära einläutet. "Wir brauchen neue Modelle", fordert auch der eingangs erwähnte Händler. Den Anfang macht dabei im Frühjahr der neue Galaxy.