Bonn. Birgit Behrens, Geschäftsführerin Berufsbildung beim ZDK, erklärte die Änderungen mit der „rasanten Entwicklung“ von Fahrzeugtechnik, alternativen Antriebsarten, neuen Leichtbauwerkstoffen und modernen Reparaturmethoden für Karosserien. Daneben hätten auch Änderungen beim Service- und Wartungsumfang sowie verstärkte Vorgaben der Schadstoffreduzierung eine Rolle bei der Entscheidung zur Neuordnung gespielt. Neben den neuen inhaltlichen Schwerpunkten gibt es auch im zeitlichen Ablauf der Ausbildung Umstellungen. Im zweiten Ausbildungsjahr werden nun deutlich mehr Serviceinhalte vermittelt als dies in der Vergangenheit der Fall war. Ziel der geänderten Struktur ist es, die Auszubildenden schon frühzeitig an das service- und auftragsorientierte Arbeiten heranzuführen. Das schlägt sich auch in der neuen Prüfungsstruktur nieder. In der ersten Prüfung nach 18 Monaten werden nun nicht mehr drei einzelne Arbeitsaufträge gestellt, sondern ein Serviceauftrag, der mehrere Teilaufgaben umfassen kann.
Kfz-Mechatroniker auf neuestem Stand
Die Ausbildung zum Kfz- Mechatroniker ist auf den neuesten Stand gebracht worden. Seit dem 1. August gelten neue Lerninhalte und Änderungen an der Struktur der 2003 eingeführten Ausbildung, die zuletzt rund 20.000 Berufsanfänger pro Jahr anzog. Zu den drei alten Ausbildungsschwerpunkten Pkw, Nutzfahrzeug- oder Motorradtechnik kommen die beiden neuen Gebiete System- und Hochvolttechnik sowie Karosserietechnik hinzu. Im Gegenzug wird die Ausbildung zum „Mechaniker für Karosserieinstandhaltungstechnik“ eingestellt.