München. Für die Verbandsarbeit hält Karpinski gute Verbindungen in die Politik für wertvoll, die er nach eigenem Bekunden pflegt, obwohl er weder politisch aktiv noch Mitglied in einer Partei ist. Karpinski hält sich vor der Mitgliederversammlung im Juni in Bremen weitestgehend bedeckt zur Frage, was seine Schwerpunkte in der Arbeit als führender Mann des Deutschen Kfz-Gewerbes wären. Mit seinen wenigen Äußerungen liegt er aber exakt auf ZDK-Linie – teilweise bis zur wörtlichen Formulierung. Angesichts seiner langjährigen Mitgliedschaft im Vorstand des Zentralverbands überrascht dies aber wenig. So kritisiert er „Rabattitis“ und zu hohe Eigenzulassungen, fordert einen Stopp der Werkstattaktivitäten des ADAC, betont die Bedeutung der Vereinigung von Handel und Werkstätten unter dem Verbandsdach des ZDK und sieht Hersteller und Händler vom Internet gemeinsam gefordert.
Kein Rückzug als ZDK-Präsident
Karpinski will aktiver Händler bleiben
Jürgen Karpinski will sich nicht komplett aus dem operativen Geschäft seines Betriebs Autoschmitt zurückziehen, sollte er in drei Monaten – wie allgemein erwartet – zum neuen ZDKPräsidenten gewählt werden. Zwar hat der Chef des hessischen Kfz-Gewerbes die Führung des Betriebs schon vor Jahren in die Hände seines Sohnes gelegt, er hilft dort aber nach wie vor aus und will auch weiter „mit Rat und Tat zur Verfügung stehen“. Er könne sich aber „genügend Zeit für das Ehrenamt als ZDK-Präsident nehmen“, sagt er.