München. Das Grinsen von Karl-Thomas Neumann weicht während des gesamten Videocasts nicht aus seinem Gesicht. "Es ist nicht nur chic, sondern auch ganz wichtig, dass in unseren Modellen jetzt Android Auto und CarPlay verfügbar sind", sagt der Opel-Chef bei der Präsentation des Karl in seinem YouTube-Spot.
Opel gehört zu den Herstellern, die über das eigene Infotainmentsystem IntelliLink nicht nur Handys im Opel-Design integrieren, sondern seit diesem Herbst mit CarPlay und Android Auto auch eine Anbindung von Apple- und Google-Tools anbieten. 38 Hersteller integrieren derzeit CarPlay, ebenso viele Android Auto (siehe Tabelle). Peugeot oder VW verfügen zusätzlich noch über Mirror-Link – eine Lösung, die Handys mit anderen Betriebssystemen als Android oder iOS ins Cockpit spiegelt.
Wie gut aber sind die Lösungen von Google und Apple? Können sie mit denen der Hersteller überhaupt mithalten? Die Erwartungen bei Car-Guys wie auch bei den Tech-Jüngern sind hoch – sie versprechen sich eine Smartphone-Integration, die genauso intuitiv funktioniert wie die Bedienung des eigenen Smartphones. Dieser Erwartung ist sich auch Apple-Boss Tim Cook bewusst, der vor wenigen Tagen am Rande der Wall Street Journal Digital Live Conference sagte: "Apple will seinen Kunden mit CarPlay in erster Linie eine ‚iPhone Experience‘ im Auto bieten." Und Patrick Brady, Produktmanager für Android Auto bei Google, sagte der Automobilwoche am Rande der IAA: "Für das Auto soll Android Auto die Plattform sein, die alle Services bündelt und sie dem Autofahrer zur Verfügung stellt."