Ins gleiche Horn stößt der Betriebsratsvorsitzende der BMW-Niederlassung München, Norbert Zaja: Durch die Zusammenlegung der deutschen BMW-Niederlassungen zu sechs Verbünden wäre nach seinen Angaben – wie Teilnehmer der Betriebsversammlung berichteten – „der Umsatz von 3,6 Milliarden Euro im Jahr 2008 auf 4,1 Milliarden Euro im Jahr 2015 gestiegen“. Gleichzeitig wäre aber „das BMW-eigene Personal um 440 Beschäftigte reduziert“ worden. Diese Beschäftigten wären „durch Leiharbeit und Werkverträge ersetzt“ worden.
Die Fixkosten würden laut Zaja die Rentabilität der Niederlassungen verhindern: „Die BMW AG hat die Erlöse und die Niederlassungen die Kosten.“ Weiterhin hätte der Betriebsratsvorsitzende seinen Unmut darüber geäußert, dass die Erlöse aus dem Verkauf der Niederlassungsimmobilien der BMW AG und nicht den Niederlassungen zugerechnet worden wären. Geschäftszweck der Niederlassungen wäre, so Zaja, „die Repräsentanz der BMW Group an Standorten von hoher politischer, kultureller und wirtschaftlicher Bedeutung“. Ausschlaggebend, sei der „Konzerndeckungsbeitrag, den die Niederlassungen erwirtschaften“ sowie „hohe Marktausschöpfung“..
Der Leiter der BMW-Niederlassung München, Peter Mey, verteidigte den Kurs des Unternehmens: „Der Rohertrag und die Kosten sprechen eine eindeutige Sprache. Ich stehe zu BMW München. Aber ich habe die Aufgabe, profitable Ergebnisse zu erwirtschaften.“