München. Die Dekra Arbeit GmbH plant eine massive Ausweitung ihrer Dienstleistungen auf dem Gebiet der Zeitarbeit. "Unsere Kunden verlangen immer häufiger nach Unterstützung über das gesamte Spektrum der Human Resources", sagte Suzana Bernhard, Geschäftsführerin des Stuttgarter Unternehmens, im Gespräch mit Automobilwoche. "Um ihnen schnellstmöglich Management-Service aus einer Hand bieten zu können, werden wir die Angebote auch im Sektor Automotive rasch umfassend ergänzen." Angesichts der positiven Konjunkturentwicklung soll das Dekra-Team "deutlich" aufgestockt werden.
Job-Offensive bei Dekra
Bereits heute zählt die Dekra Arbeit GmbH, 1998 als Ableger der gleichnamigen Prüfgesellschaft für Fahrzeugtechnik gegründet, neben Randstad, Manpower und Adecco zu den großen Anbietern von Zeitarbeit auf dem deutschen Markt. Im vergangenen Geschäftsjahr haben 180 interne und 6000 externe Mitarbeiter einen Gesamtumsatz von mehr als 80 Millionen Euro erzielt; rund die Hälfte stammte aus Interimseinsätzen für Autohersteller und Zulieferer. In Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz CharterWay etwa hat Dekra Arbeit den sogenannten Miet-und-Fahr-Service entwickelt, auf den Fuhrparkleiter bei spontanen Zusatzaufträgen oder größeren Personallücken zurückgreifen können. In besonders dringenden Fällen stellt Dekra Arbeit neben speziell geschulten Kraftfahrern auch die erforderlichen Nutzfahrzeuge zur Verfügung.
Da die Dekra-Zeitarbeiter oft auch in höher spezialisierten Jobs, etwa in der Automobilproduktion oder der Fahrzeuglogistik, zum Einsatz kommen, erhalten sie an der Akademie der Firmengruppe regelmäßig entsprechende Weiterbildungskurse sowie persönliche Coachings. "Der Rückgriff auf die verschiedenen Kompetenzen des Dekra-Verbunds ermöglicht uns gerade für die Automobilbranche maßgeschneiderte Angebote, die viele Konkurrenten in dieser Form nicht offerieren können", sagt Bernhard. "Hinzu kommt, dass der Name Dekra seit Jahren für Seriosität steht." Auch aus diesem Grund traue sich Dekra Arbeit zu, "Beratungen im besonders sensiblen Bereich Outplacement künftig zu intensivieren", so Bernhard. Bei der Suche nach einer Beschäftigungsalternative für überzählige Mitarbeiter sei "Vertrauen die wichtigste Voraussetzung".