München. Thorsten Kühn ist in einer komfortablen Lage. Seine Autofit-Werkstatt läuft auf Hochtouren und fährt Gewinn ein. Fünf Werkstatt-Ersatzwagen sind ständig unterwegs. Kühn betreibt die einzige freie Werkstatt in Lich bei Gießen. Abwanderung von Kunden fürchtet er nicht – nicht mehr. Denn seit anderthalb Jahren ist er Partner von Pro-Neuwagen – und hat seinen Umsatz durch die zusätzlichen Autoverkäufe um rund ein Viertel gesteigert. Über die Online-Plattform kann er nahezu jedes Fabrikat beschaffen. "Keine Lizenzgebühr, keine Mindestabnahme, Bestellung einfach über das Internet – da wusste ich, wir passen zusammen“, sagt Kühn.
"Es können Kunden vor Ort mit Marken bedient werden, für die es im Ort und teilweise auch im Umkreis kein Autohaus gibt“, erklärt Alexander Bugge, Geschäftsführer und Gründer von Pro-Neuwagen. "Werkstätten und Händler halten so Kunden, die sie sonst nicht bedienen könnten.“ Denn Kunden zu verlieren kann sich kein Betrieb leisten. Häufig ist der Kauf eines neuen Autos aber mit einem Werkstattwechsel verbunden, hat die Sachverständigenorganisation KÜS ermittelt.Pro-Neuwagen biete eine Chance, diese Abwanderung zu stoppen, sagt Bugge – vor allem im ländlichen Raum, wo mehr als drei Viertel der Pro-Neuwagen-Partner ihren Sitz haben. Denn dort seien die Händlernetze besonders stark ausgedünnt. Die Fahrzeuge direkt über einen Autohändler in der Region zu besorgen, scheiterte bei Kühn meist an den Konditionen: "Die waren nicht wettbewerbsfähig.“ Jetzt verkauft Kühn pro Monat drei Neuwagen, und die Marge bestimmt er selbst. 80 Prozent seiner Kunden wollen das Auto finanzieren und ihren Gebrauchten in Zahlung geben – ein weiteres Geschäftsfeld, das 30 Prozent zum Umsatz beiträgt.Per Internet die Chancen auf dem Land nutzen
Kleine Kfz-Betriebe können mithilfe der Online-Plattform Pro-Neuwagen die Umsätze in ihrer Werkstatt antreiben.