München. Den Weg zum unfallfreien Verkehr sollen immer neue Fahrerassistenzsysteme ebnen. Dass die technisch bereits machbaren Systeme das Potenzial dazu haben, versichern Automobilhersteller, Zulieferer und Unfallforscher. Je nach Assistenzsystem reichen die Prognosen zur Zahl der Unfälle, die damit vermieden werden können, von einem bis zu 45 Prozent. Auf einzelne Unfallarten bezogen werden auch höhere Werte genannt. Bosch hat errechnet, dass sich mit vorausschauenden Notbremssystemen in Deutschland bis zu 72 Prozent aller Auffahrunfälle mit Personenschaden verhindern ließen.
Wären alle Fahrzeuge mit Spurhalteassistenten ausgestattet gewesen, wären nach Bosch-Rechnungen 2007 rund 250 Menschen weniger im Straßenverkehr gestorben. Die größte Begeisterung der Unfallforscher der Versicherungswirtschaft gilt den Notbremssystemen. Von künftigen „hoch intelligenten“ Notbremssystemen erhoffen sie sich, dass bis zu 43 Prozent der schweren Unfälle mit Personenschaden verhindert werden könnten. Dagegen fallen die Werte, die die Unfallforschung der Versicherer für andere Systeme ermittelte, deutlich ab: „Je zwei Prozent für Totwinkelwarner und den Rückfahrassistenten, vier Prozent für den Spurverlassenswarner.“