München. Positiv wird sich demnach nur der Bedarf an Managern sowie insbesondere an Service- beziehungsweise Diagnosetechnikern und anderen branchenspezifischen Spezialisten entwickeln. An Bedeutung gewinnen werden Investitionen in berufliche Fort- und Weiterbildung, da generell eine Verschiebung hin zu höheren Qualifikationsniveaus absehbar ist. Dabei wird die Erstausbildung immer mehr zur Einstiegsqualifikation, die durch Fortund Weiterbildungsmaßnahmen ausgebaut wird. Dies betrifft insbesondere Kfz-Servicetechniker. Bei ihnen sahen weit mehr als die Hälfte der für die Studie Befragten einen steigenden Bedarf an Qualifizierungsmaßnamen. Unter anderem gehen die Studienautoren davon aus, dass in der Werkstatt das Aufgabengebiet der Diagnose an Bedeutung gewinnen wird. Die Zahl der Serviceund Reparaturarbeiten wird hingegen zurückgehen. Bei Reparaturarbeiten werde künftig der Austausch von Modulen dominieren. Auch in den Bereichen Nachrüstung und Zusatzinstallationen sowie der Karosserieinstandsetzung wird von einem rückläufigen Trend ausgegangen. Zudem deutet die Studie darauf hin, dass es innerhalb der Werkstattteams zu einer zunehmenden Spezialisierung kommen wird. Dies führt demnach auch zu tendenziell größeren Werkstatteinheiten mit im Schnitt 15 Mitarbeitern. Trotz des eher sinkenden Mitarbeiterbedarfs geht Birgit Behrens, Geschäftsführerin Berufsbildung beim ZDK, davon aus, dass das Kfz-Gewerbe auch weiterhin erheblich über seinen eigenen Bedarf hinaus ausbilden muss. Nicht zuletzt, weil viele gut qualifizierte Fachkräfte in akademische Berufswege abwanderten. Das schlägt sich auch in der Umfrage nieder. Dort bezeichneten rund drei Viertel das Finden geeigneter Azubis und die Rekrutierung von Arbeitskräften als sehr wichtige Herausforderung.
Im Kfz-Gewerbe werden mehr Spezialisten benötigt
Der Bedarf an Arbeitskräften im Kfz-Gewerbe wird in den kommenden Jahren weiter sinken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie im Auftrag des ZDK, die von den Universitäten Bremen und Flensburg durchgeführt wurde. Beim prognostizierten Rückgang der im Autohaus benötigten Mitarbeiter gibt es im Detail aber massive Unterschiede. Dass der stärkste Rückgang bei An- und Ungelernten erwartet wird, mag kaum überraschen, doch es werden auch deutlich weniger kaufmännische Mitarbeiter gebraucht. Selbst für Meister geht die Studie nur von einem in etwa gleichbleibenden Bedarf aus.