Rüsselsheim. Während europäische Volumenhersteller wie VW, Ford, Opel und Renault bereits einige Spritspar-Modelle im Angebot haben, halten sich die meisten asiatischen Autobauer noch bedeckt – so auch Hyundai. „Wir hätten solche Fahrzeuge lieber gestern als morgen im Programm“, gibt Allan Rushforth, Vice President Hyundai Motor Europe, zu. Erst im kommenden Jahr starten die Koreaner ihre Öko-Offensive. „Im März beginnen wir mit der Blue-Version des i30“, verrät Rushforth. Dabei wird es sich um eine aerodynamisch und antriebstechnisch optimierte Version des i30 1.6 CRDi handeln, die mit einer Start-Stopp-Automatik von Bosch ausgerüstet sein soll. Damit soll d e r 90 PS starke Golf-Konkurrent nur noch 106 statt 125 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen.
„In einem Zeitraum von zwölf Monaten werden noch zwei weitere Blue- Versionen, vom i10 und vom i20, folgen“, sagt Rushforth. Auch dabei bilden die Dieselversionen die Basis. Der i10 Blue feierte bereits auf dem Genfer Salon Premiere, nun wird in Paris der i20 Blue vorgestellt. Für den Kompaktwagen verspricht Hyundai eine Reduzierung von Verbrauch und Emissionen um 15 Prozent. Den Durchschnittsverbrauch geben die Koreaner mit 3,75 Liter auf 100 Kilometer, den CO2-Ausstoß mit 99 Gramm pro Kilometer an. Noch etwas ferner in der Zukunft liegt die Serienversion des i10 Blue CNG. Der ebenfalls in Genf vorgestellte Kleinwagen kommt dank eines neu entwickelten Antriebsstrangs auf nur 65 Gramm CO2 pro Kilometer – entwickelt jedoch die beachtliche Höchstleistung von 98 PS. Möglich wird dies durch einen nur 800 Kubikzentimeter großen Turbomotor, der mit Erdgas betrieben wird. Der Basismotor ist jedoch der Grund, warum dieses Modell nicht vor Ende 2009 zu kaufen sein wird.
„Der Erdgas-i10 benötigt die neue Dreizylinder-Motorengeneration, die erst in rund einem Jahr serienreif ist“, erklärt Rushforth. Zukunftsmusik ist dagegen die Studie Santa Fe Blue Hybrid. Rushforth glaubt zwar, ein solches SUV auch im Diesel-fokussierten europäischen Markt gut verkaufen zu können, aber „der Hybridantrieb wird voraussichtlich in einer Limousine eingesetzt, die zunächst in den USA und dann in Europa angeboten wird.“ Dabei könnte es sich um die nächste Generation des Sonata handeln, der in Amerika mit den Bestsellern Toyota Camry und Honda Accord konkurriert. Die beiden Japaner gibt es bereits als Hybrid-Varianten zu kaufen. Der Hyundai-Hybrid ist mit einem Lithium-Polymer-Akku ausgestattet, der gegenüber Lithium-Ionen- Batterien Vorteile bei der Energiedichte, der Lebensdauer und bei den Herstellungskosten bieten soll. Der Akku speist einen 41 PS starken Elektromotor, der ein Drehmoment von 205 Newtonmeter entwickelt.