Offenbach. Möglich machen soll dies die Erweiterung und die Aktualisierung der bestehenden Baureihen. So soll ein sehr eigenständig gezeichneter Dreitürer des i20, der als Coupé im März enthüllt und kurz darauf verkauft wird, den Kleinwagenabsatz im stärksten Fahrzeugsegment in Europa erstmals über 100.000 Autos treiben. Parallel dazu bereiten die Koreaner eine Modellpflege für i30 und i40 vor. Während die Mittelklasse- Baureihe vor allem mehr Effizienz und Elektronik bis hin zu einem Fahrmoduswechsel auf Knopfdruck und einer Verkehrszeichenerkennung bieten soll, setzt Hyundai beim i30 auch auf Emotionen. Denn neben neuen Ausstattungsmerkmalen wie klimatisierten Sitzen oder einer verbesserten Parkautomatik gibt es den Golf-Gegner erstmals auch in einer Sportversion mit 186 PS.
ix35 als Hoffnungsträger
Den größten Einfluss auf den Geschäftsverlauf erwartet Schrick vom ix35-Nachfolger. Er tritt im Boomsegment der kompakten Geländewagen an und soll kurz nach der Sommerpause starten. Mit neuen Modellen in allen Volumensegmenten und obendrein einem neuen Kleintransporter für das Geschäft mit den Gewerbekunden sieht Schrick die Marke für moderates Wachstum gut gerüstet. „Aber für die nächsten großen Schritte müssen wir in neue Segmente vordringen“, sagt der Deutschland-Chef. Ganz oben auf seiner Liste steht ein kleiner Geländewagen im B-Segment. „Wir sind uns mit der Zentrale in Seoul einig, dass Hyundai dringend in diesem wachstumsstarken Segment vertreten sein sollte“, sagt Schrick: „Jetzt brauchen wir nur noch die entsprechenden Produktionskapazitäten.“ Während der Deutschland- Chef darauf womöglich noch ein paar Jahre warten muss, könnte sich die Hoffnung auf ein Hybridmodell etwas schneller erfüllen. Schließlich will Hyundai den CO2-Ausstoß seiner Flotte im weltweiten Durchschnitt bis 2020 um 25 Prozent reduzieren. „Dafür brauchen wir alternative Antriebe“, sagt der Manager.